Montag, 15. Dezember 2008

Reise durch die sieben Emirate

Eine glückliche Konstellation von Feiertagen ergab, dass in den Vereinigten Arabischen Emiraten vom 2.-13.12.2008 nicht gearbeitet wurde. Kommt noch dazu, dass jetzt, von den Temperaturen her gesehen, die schönste Jahreszeit ist. Diese Zeit nutzten wir aus um mit unserer Besucherin aus Deutschland die sieben Emirate zu bereisen.




Auf der Karte ist die Route eingezeichnet. Die ganze Reise ging über rund 1000 km. Das Ziel am ersten Tag war das Emirat Fujeirah, am Indischen Ozean gelegen.
Kurz nach Abu Dhabi durchfuhren wir die Wüste zwischen Al Ain und Dubai. Auf dem Bild ist die Dünenlandschaft zu sehen, die aber leider mit Hochspannungsleitungen „dekoriert“ ist.



Kurz danach ging es aber schon in eine Region mit recht hohen Bergen. Dabei haben wir einen kleinen Teil des Sultanats Oman durchquert, ohne aber an einen offiziellen Grenzposten zu gelangen. Der Grenzverlauf ist hier ziemlich undurchsichtig. Nicht nur zwischen den Ländern UAE und Oman sondern auch zwischen den Emiraten.







Meine weiblichen Begleiter haben dann auf einmal diese Naturschönheit entdeckt.



Er war offensichtlich der König dieser Gruppe, die sich in dieser kargen Landschaft mit wenig Fressbarem zufrieden geben muss.



Kurz danach durchfuhren wir das Wadi Al Helo. Dank dem vorhandenen Wasser haben die Bewohner dieses Dorfes die Strasse mit wunderschönen Bougainvilleas geschmückt. Man scheut keinen Aufwand um die Umgebung schön zu gestalten.









Nach der Durchfahrt durch einen Tunnel (ca. 3 km) waren wir dann auf der Seite des Indischen Ozeans und hatten einen schönen Blick auf das Emirat Fujeirah.



Nach rund 400 km Fahrt erreichten wir unser erstes Ziel, das Beach Ressort in Al Aqqa. Hier verbrachten wir vier Nächte.



Die erste Nacht verbrachten wir in diesem Bungalow. Von aussen, wie hier auf dem Bild, sieht er ganz manierlich aus. Innen ist aber alles alt und verwahrlost und das Verhältnis von Preis zu Leistung war uns dann doch etwas zu krass. Nach einer Intervention beim Management konnten wir dann in ein schönes Appartement umziehen und da fühlten wir uns richtig wohl.





Das Wahrzeichen dieses Ressorts ist der markante Felsen direkt vor dem Strand. Das Wasser hatte immer noch eine Temperatur von ca. 26 Grad. Leider war die Wasserqualität nicht gerade die beste, da die ganze Küste von Rotalgen befallen war. Das war aber nur ein optisches Problem und wir konnten trotzdem schwimmen. Zum Tauchen oder Schnorcheln wäre die Sicht aber nicht gut genug gewesen.



Bei einem Ausflug nach Dibba, ganz im Norden des Emirats Fujairah haben wir diesen Verkehrskreisel entdeckt. Es ist in den Emiraten ganz grosse Mode die Kreisel möglichst prunkvoll zu gestalten.



Diese Bilder entstanden in einer Enklave die zum Emirat Sharjah gehört. Die Strassen und Häuser waren immer noch vom Nationalfeiertag her schön geschmückt.





An einem Abend haben wir uns in einem unmittelbar neben unserem Ressort gelegenen Hotel mit einem arabischen Buffet-Nachtessen verwöhnt. Das Hotel liegt auf dem Bild im Vordergrund und dahinter liegt das Meridien Hotel, welches meines Erachtens nicht so richtig in die doch sehr schöne Landschaft passt.





Der Rückweg führte uns dann wieder über das Al Hajjar Gebirge ins Emirat Ras al Khaimah. Unterwegs war dieser Souk (Markt). Es wurde über Früchte, Teppiche und Kunststoffartikel alles angeboten. Meine Begleiterinnen konnten dem Angebot nicht widerstehen, ist doch das Handeln um den besten Preis immer ein Erlebnis.









Um sich in einen Teppich zu verlieben der ein Tierfell imitiert braucht es wohl einen etwas anderen Geschmack als wir ihn haben.



Hier ein paar Eindrücke der Landschaft im Emirat Ras al Khaimah.







In Al Khatt gibt es Thermalquellen. Diese waren wohl der Grund um hier, mitten in der Steppe, dieses Hotel auf einen Hügel zu bauen.

Die Aussicht vom Hotel Richtung Westen ist jedenfalls sehenswert.





Nach einigen Stunden Fahrt erreichten wir wieder die Küste des Arabischen Golfs in Ras al Khaimah. Die Bergkette im Hintergrund bildet die Grenze zum Sultanat Oman. Von hier aus sind es noch etwa 40 km bis zur engsten Stelle im Golf, der Strasse von Hormuz.



Es war bereits dunkel als wir im nächsten Hotel ankamen – im Emirat Umm al Quwain. Im Flamingo Beach Ressort hatten wir ein Appartement im ersten Stock, auf dem obersten Bild ganz rechts. Wir verbrachten zwei Nächte hier.









Der letzte Tag unserer Reise führte uns dann noch via die Emirate Ajman, Sharjah und Dubai zurück nach Abu Dhabi. Auf diesem Weg sind diese letzten Bilder entstanden:

Hochbauten in Dubai



Das höchste Gebäude der Welt, der Burj Dubai



Das weltweit einzige 7 Sterne Hotel, das Burj al Arab



Das Kempinski Hotel mit Skihalle dahinter



Das Jumeirah Beach Hotel



Der Sheraton Beach Garten

Dienstag, 25. November 2008

Ausflug in die Wüste

Am letzten Wochenende unternahmen wir einen Ausflug in die Wüste. Unter der Leitung eines Experten ging es darum zu lernen wie man sich im Sand mit einem Auto bewegt. Die Reise begann ca. 130 km ausserhalb von Abu Dhabi in Sweihan. Von da ging es dann in etwa in südlicher Richtung nach Al Ain, der zweiten grossen Stadt im Emirat Abu Dhabi.

Zu Beginn der Einfahrt in die Wüste wurden an den Fahrzeugen der Reifendruck von ca. 2-2.5 bar auf nur noch 1 bar abgelassen.


Am Anfang hatten wir noch richtig Spass daran durch die schönen Dünen zu fahren.





Zwischendurch trafen wir auch echte Wüstenbewohner an, sogar mit Nachwuchs.




Wird das Gelände etwas schwieriger, ist es ratsam die Route vorerst zu Fuss zu erkunden. Dabei wird das Auto an einer Stelle abgestellt wo man sicher wieder anfahren kann, also am besten zu oberst auf einer Düne.



Es gehört dazu, dass man mal einen Fehler macht, oder die Fahrkünste ganz einfach nicht ausreichen. Was dann passiert ist auf den Bildern schön zu sehen.






Zwischendurch konnten wir mal die Servicestrasse einer Hochspannungsleitung benutzen, die quer durch die Wüste gebaut wurde. Das gab uns die Möglichkeit uns etwas zu erholen in der Gewissheit nicht demnächst wieder stecken zu bleiben. Aber auch hier war höchste Konzentration gefragt denn der Wind treibt laufend Sand auf die etwas befestigte Fahrbahn.




In einer Art Oase haben wir uns einen kleinen Imbiss gegönnt.






Kurz vor unserem Ziel kamen wir noch an einer Kamelrennbahn vorbei.




Auf dem Bild ist zu sehen wie junge Kamele trainiert werden.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Abu Dhabi Falcon Hospital / Das Spital für Falken


Seit neun Jahren gibt es in Abu Dhabi ein Spital für Falken. Es ist das grösste dieser Art in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Jährlich werden rund 28'000 Patienten versorgt, oder durchschnittlich 75 pro Tag. Anfänglich nur für Falken geplant und gebaut, werden seit zwei Jahren auch andere Vögel gepflegt.

Auf einem Rundgang durch dieses Spital sind diese Bilder entstanden.

Siehe auch:

http://www.karriere.de/beruf/eine-deutsche-tieraerztin-in-der-wueste-6517

Die Rezeption

Für einen solchen Rundgang kann man sich anmelden und man wird dann in Gruppen durch den Spital geführt.
Bereits in der Rezeption sind die ersten Falken zu sehen, meistens mit deren Besitzer oder Pfleger.





Das Museum

In einem kleinen Museum werden den Besuchern vorab einige Informationen über das Spital, vor allem aber über den Falken gegeben. Dabei erfährt man auch einiges über die Falkenjagd die hier sehr weit verbreitet ist.



Auf Informationstafeln kann man sich auch über den Beutevogel des Falken informieren. Es handelt sich um die Kragentrappe (ein Kranichvogel), die von Nordafrika über die arabische Halbinsel bis nach Asien verbreitet ist.




Um den Falken bei seiner Jagd verfolgen zu können wird er mit einem kleinen Peilsender versehen. Ältere Sender und Peilempfänger sind in diesem Museum auch ausgestellt.







Der Behandlungsraum

Nach dem Museum ging es dann in den Behandlungsraum. Hier warteten schon einige Patienten auf ihre Behandlung.



Der Falke hier auf dem zweiten Bild hat ein Problem mit den Füssen. Für die Behandlung wurde er kurz Narkotisiert. Danach wurden die Fussverbände entfernt und der Heilungsprozess konnte inspiziert werden.










Nach dem Auftragen von Salben wurden die Füsse wieder verbunden und danach kam der Vogel in die Aufwachstation. Nach wenigen Minuten war er schon wieder munter.


Die Untersuchung




Ein Teil der Untersuchung ist auch das wiegen der Tiere. Diese Vögel wogen beide ungefähr ein Kg. Auch ein Blick in den Schnabel gehört zur Rutineuntersuchung.

Eine Operation mit modernster Einrichtung



Während unseres Rundgangs waren die Ärzte im OP gerade daran mittels Endoskopie einen Falken zu untersuchen. Links im Bild ist die deutsche Veterinärmedizinerin, die das Hospital aufgebaut hat und heute auch leitet.

Das Labor

Im gut ausgerüsteten Labor können alle notwendigen Analysen durchgeführt werden. Das Labor wurde erst letztes Jahr komplett neu ausgerüstet und auf den neuesten Stand gebracht.








Fütterung der Raubvögel

Flugübungen wie im obersten Bild machen natürlich hungrig. Die nachfolgende Fütterung war dann auch angebracht. Falken fressen übrigens nur Fleisch. Hier im Falkenspital stammt das Fleisch vorwiegend von Wachteln.





Wir als Falkner

Zum Schluss durften wir uns noch als Falkner betätigen.









Das Ende

Nach ca. drei Stunden war die sehr interessante Führung zu Ende. Gleichzeitig mit uns verliess auch dieser Patient das Spital.



Der Golf Club als Falke

Der Falke ist der Nationalvogel der Vereinigten Arabischen Emirate. Dass dem so ist beweist das Bild unten. Das Clubhaus des Abu Dhabi Golfclubs stellt einen Falken dar.