Freitag, 6. November 2009

Formel 1 in Abu Dhabi

Über das vergangene Wochenende wurde in Abu Dhabi der letzte Grand Prix der Saison 2009 ausgetragen. Das ganze spielte sich auf einem ganz neu erstellten Motodrom statt, welches in wenig mehr als zwei Jahren auf einer Abu Dhabi vorgelagerter Insel gebaut wurde. Ich habe mir diese Chance nicht entgehen lassen und habe das ganze Wochenende dort verbracht.
Angefangen hat das ganze im Jahre 2007 als die F1 zu Promotionszwecken hier auf Besuch war. An diesem Anlass wurde entschieden, dass 2009 der Etihad Airways Abu Dhabi Grand Prix stattfinden wird. Bekannt gegeben wurde dies durch einen Tiefflug eines Etihad Flugzeuges am Ende der F1 Show.




Danach wurde es eine Weile ruhig in Sachen F1. Anfangs 2009 wurde aber dann wieder die Werbetrommel geschwungen. Überall in der Stadt konnten diese Plakate gesehen werden.




Etwa zwei Wochen vor dem eigentlichen Rennen wurde an der Corniche eine Fanzone eingerichtet. Die Öffentlichkeit hatte die Möglichkeit sich über die F1 zu informieren. Grosse Leinwände wurden errichtet, auf denen Videos von vergangenen Rennen gezeigt wurden. Wenn der Andrang nicht gerade unerträglich war konnte man seine Fähigkeiten sogar in einem F1 Simulator testen. Ausserdem wurde einem die Möglichkeit geboten sich mit allen möglichen Fanartikeln zu versorgen.
Am Rennwochenende selbst wurden alle Aktivitäten (es gab ja die verschiedensten Rahmenrennen wie Porsche Cup, GP2 etc.) in dieser Fanzone auf die Grossleinwände übertragen. Leute die kein Ticket mehr kaufen konnten hatten also die Möglichkeit das Geschehen am Wochenende dort zu verfolgen.





Das F1 Fieber hat auch die Polizei ergriffen. Um an verschiedenen Veranstaltungen die Sicherheit auf der Strasse zu propagieren, wurde kurzerhand ein F1 Fahrzeug angeschafft. Dieses Fahrzeug, in den üblichen Polizeifarben und mit dem lokalen Polizeinotruf  999 versehen, wurde dann an einer gross inszenierten Zeremonie als F 999 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Bei dieser Veranstaltung wurde sozusagen vom Kamel bis zum Rennauto die Geschichte der Abu Dhabi Polizeifahrzeuge vorgestellt. Auch Motorräder durften dabei nicht fehlen.


Die Polizeimusik



F 999 Polizeiversion noch abgedeckt




Das Neuste auf zwei Rädern







Neue Version auf vier Rädern






F 999 nach der Demonstrationsfahrt

 



Rückblick auf die Vierbeinversion






Ebenfalls als Rahmenprogramm zum F1 Rennen fand im Emirates Palace Hotel eine Ausstellung über die F1 Geschichte statt. Dank Bernie Ecclestone konnten einige schöne Modelle ausgestellt werden. Hier ein paar Beispiele.


AUDI (Auto Union) 1937
 




Ferrari 1951





Maserati 1954
 




Brabham 1980





Ferrari 1988







Vom Rennen selbst kann ich leider keine Bilder zeigen, da ich technisch zu wenig gut ausgerüstet bin um Aufnahmen zu machen. Das Rennen begann ja in der Dämmerung und endete bei Flutlicht in der Nacht. Motorsportbegeisterte haben dies ja alles im Fernsehen verfolgen können.
Das Panoramabild zeigt aber die Aussicht die ich auf diese schöne Motorsportanlage hatte.

Anmerkung: Bitte auf dieses Bild klicken. Nur dann kann das Panorama, aus vier Bildern zusammen montiert, wirklich genossen werden.
 



Freitag, 16. Oktober 2009

Sheikh Khalifa Bridge


Regelmässige Blogbesucher können sich an die Beiträge über die Saadiyat Island (29.12.2008) und Brücke nach Saadiyat Island (17.10.2008) erinnern. In diesen Beiträgen hatte ich über eine neue Brücke sowie über die Autobahn geschrieben die damals noch im Bau war. Gestern nun wurde dieses gigantische Bauwerk eröffnet. Es bietet dem Strassenverkehr ab sofort eine Autobahn mit 10 Spuren (5 in jede Richtung) von Abu Dhabi via Saadiyat Island und Yas Island Richtung Dubai.
Die beiden Grosstädte sind durch diese Autobahn ca. 15 bis 20 Autominuten zusammen gerückt.
Auf Yas Island findet übrigens am 1 November der

F1 Etihad Airways Abu Dhabi Grand Prix statt.

Die Eröffnung dieser neuen Autobahn zum jetzigen Zeitpunkt ist also nicht von ungefähr.

Die ersten zwei Bilder stammen noch aus der Bauphase der Brücke.



Im Mai 2008 waren erst die Stützpfeiler zu sehen





Im Oktober 2008 war bereits ein Teil der Fahrbahn sichtbar.






Die Art und Weise wie gebaut wurde war faszinierend








Am 14. Oktober 2009 wurde die Brücke eingeweiht

Etwa 75% der fertigen Brücke sind auf diesem Bild zu sehen.







Die fünf Fahrspuren sind gut erkennbar. Der Fahnenschmuck stammt von der Einweihungsfeier






Die Brücke ist so ausgelegt, dass später mal zwei Bahngeleise im Mittelstreifen verlegt werden können.







Nach ihm wurde die Brücke benannt:

H H Sheikh Khalifa bin Zayed al Nahyan

President der VAE und Herrscher des Emirates Abu Dhabi.




Montag, 21. September 2009

Dubai Metro in der Praxis

Einen der Eid al Fitre Feiertage habe ich benutzt um die Dubai Metro in der Praxis zu testen. Als ich bei der ersten, von der Strasse aus sichtbaren Station parkieren wollte, musste ich feststellen, dass diese Station noch gar nicht in Betrieb war. Also fuhr ich weiter zur nächsten Station (ca. 3 km) und da hatte ich dann mehr Glück. Obwohl die Metro mit viel Medienpräsenz und allen möglichen VIPs am 9.9.09 eröffnet wurde, sind von den insgesamt 29 geplanten Stationen erst deren 10 funktional.

Leider sind aber auch einige der Ticketautomaten noch nicht in einem gebrauchsfähigen Zustand, sodass man sein Ticket nach längerem Anstehen an der Kasse lösen muss. Ich wurde dann überrascht bei der Frage ob ich ein Goldklasse oder aber ein günstigeres Silberklasseticket erstehen wolle. Da es ja ein Feiertag war gönnte ich mir ein Goldklasseticket.




Anstehen am Ticketschalter





Wer zukünftig in Dubai nicht mehr mit dem Auto ins Zentrum fahren will kann das Auto in diesem riesigen Parkhaus gratis abstellen. Das Parkhaus bietet auf mehreren Etagen Platz für ca. 6000 Fahrzeuge und ist direkt mit der Metrostation verbunden.



Parkhaus




Klimatisierte Verbindung zur Metrostation





An jeder Metrostation hat es auch eine Haltestelle (mit klimatisiertem Warteraum) für die Zubringerbusse.


Neue Busse als Metrozubringer





Klimatisierte Busstation





Für Leute die ganz auf das Auto verzichten wollen gibt es diesen Parkplatz. Hier haben schon einige Sandstürme ihren Staub abgeladen.



Verlassene Autos mit dem Burj al Arab im Hintergrund









Als ich dann den Zug betrat war ich angenehm überrascht was für ein Komfort in der Goldklasse geboten wird. Aber auch die Silberklasse ist auf einem hohen Standard aber bereits nach wenigen Tagen Betrieb schon recht besetzt. In der Goldklasse konnte ich mir den Sitzplatz noch aussuchen.




Zugabteil in der Goldklasse




Bei der fünften (geöffneten) Station habe ich dann die Fahrt unterbrochen und habe mich etwas im Zentrum von Dubai umgesehen. Dabei fiel mir auf, dass überall Wegweiser zur nächsten Station aufgestellt wurden. Es ist dadurch also ein leichtes die Metro wieder zu finden denn die Untergrundstationen stehen nicht so dominant in der Gegend wie die Übergrundstationen. Zudem gibt es in Dubai viele Hochhäuser die die Aussicht meist verdecken.



Wegweiser zur Metro





Untergrundstation im Zentrum von Dubai






Übergrundstation






Die Metro ist direkt an den Flughafen angeschlossen. Ohne sich den manchmal klimatischen Unannehmlichkeiten auszusetzen kann man sich von der Metro direkt in den Flughafen begeben.



Metrostation rechts








Flughafen Terminal links





Verschiedene Einkaufszentren sind bereits jetzt an die Metro angeschlossen, andere warten noch bis die Station fertig gestellt ist. Dass diese Einkaufstempel populär sind kann man auf dem folgenden Bild sehen. Alle wollen einkaufen.




Gedränge beim Verlassen der Metrostation





Auch einige Hotels liegen sehr nahe an der Metro. Im Hintergrund ist das Kempinskihotel. Gleich daneben liegt auch der Skipalast in dem man Skifahren kann.


Kempinski Hotel Dubai








Mittwoch, 9. September 2009

Dubai hat eine Metro

Heute am 09.09.09 um 9Uhr abends wird die Dubai Metro, die erste in der Golfregion, eröffnet. In rund vier Jahren (49 Monate) haben 30 000 Arbeiter 9 Milliarden Franken verbaut und damit eine 52 km lange Metrolinie erstellt, die auf einer Länge von 5 km im Untergrund verläuft. Entlang dieser ersten Metrolinie (eine zweite ist schon im Bau) befinden sich 29 Stationen wovon 4 unter dem Boden. Die Fahrt mit den Fahrerlosen Zügen dauert für die ganze Strecke ca. 1 Std. Dabei wird mit bis zu 110 km/h gefahren.

Da ich nur ganz selten nach Dubai komme (zum fotografieren) musste ich diese Bilder der lokalen Zeitung entnehmen.

So sah die Sheikh Zayed Street in Dubai vor dem Baubeginn aus



Die selbe Strasse heute mit der Metrolinie



Hier einige Bilder der Bauphase. Die Tunnelbohrmaschiene ist ja für Schweizer nichts spektakuläres, für die Golfregion aber schon.





Diese drei Bilder zeigen die fertige Metro





Zum Schluss doch noch ein Bild aus eigener Produktion. Im April 2008 hatte ich die Möglichkeit dieses Bild zu machen, als die ersten Zugwagen auf das Trasse gehievt wurden.



Donnerstag, 27. August 2009

Das schräge Hotel

In Abu Dhabi wird zurzeit das Messegelände (ADNEC, Abu Dhabi National Exhibitions Company) massiv ausgebaut. Die ersten beiden Bilder zeigen Aufnahmen eines Models welches im ADNEC ausgestellt war. Auf dem zweiten Bild ganz im Hintergrund ist, leider nicht sehr gut zu erkennen, das schräge Hotel oder Hyatt Capital Gate (Das Tor zur Hauptstadt) zu sehen.




Wenn es einmal fertig gestellt ist, wird es eine Höhe von 160m haben und auf 35 Stockwerken werden viele Büros sowie 200 Zimmer den Touristen oder ADNEC Besuchern zur Verfügung stehen.
Im Mai war der Rohbau bis auf eine Höhe von 100 m fertig gestellt. Der Zentrumskern stand auf Etage 22 und das drumherum auf Etage 18.
Die letzten Bilder zeigen Aufnahmen des Rohbaus jetzt und vor ca. 2 Monaten. Gut zu sehen ist wie schräg schlussendlich das ganze Gebäude wird. Es wird eine Schieflage von 18 Grad in Richtung Westen erhalten. Als Vergleich, die Schieflage des Turms von Pisa ist nur mal gerade 4 Grad. Wer sich für einige Konstruktionsdetails interessiert, dem empfehle ich, den mit schwer zu übersetzenden Fremdwörtern überhäuften Englischen Text (nach den Bildern) zu lesen.







Because of its unique posture, the 35 storey Capital Gate is being constructed on top of a 2m deep concrete raft with an incredibly dense mesh of reinforced steel. The extraordinary steel exoskeleton known as the "diagrid" sits above an extensive distribution of 490 piles that have been drilled 30 metres underground to accommodate the gravitational, wind and seismic pressures. The design of the central core, which slants in opposite direction to the lean of the building, straightening as it grows, has never been attempted before.